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09.11.2021 – 09:00 Uhr bis 09.11.2021 – 17:00 Uhr 54295 Trier

6. Diözesantag der Jugendhilfe

Art der Veranstaltung: Fachtagung
"Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." (Grundgesetz | Artikel 3 | Absatz 3)

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update!
Nach der Ausstrahlung der ARD-Reportage "Warum unsere Kinder keine Tyrannen sind", in der es über Vorwürfe ehemaliger Patientinnen und Patienten sowie Erziehungsberechtigter gegen den Kinderpsychiater Dr. Michael Winterhoff geht, haben wir zahlreiche Rückmeldungen erhalten, die einen Vortrag des Kinderpsychiaters bei unserem geplanten Diözesantag der Kinder- und Jugendhilfe kritisieren.
Auch wir haben die Dokumentation gesehen und nehmen die Vorwürfe gegen Dr. Winterhoff sehr ernst. In der Konsequenz haben wir uns entschieden, ihn vom Diözesantag der Kinder- und Jugendhilfe auszuladen. Die Entscheidung über einen Ersatzreferenten bzw. eine Absage des Tages fällt in den kommenden beiden Wochen.
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Die Frage nach der gerechten Verteilung von Bildungschancen hat eine große Bedeutung, da Bildung unbestritten als das wichtigste Instrument für die individuelle Lebens- und Berufsplanung, gesellschaftliche Teilhabe sowie Chancengleichheit gilt. Dabei soll es gerecht zugehen, wie es das Grundgesetz in Artikel 3, Absatz 3 vorsieht.
Doch Kinder- und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien oder mit einem Migrationshintergrund erhalten meist weniger Chancen, ein gleich großes Stück von der „Bildungstorte“
zu erhalten als Kinder aus besser gestellten Familien oder ohne Migrationshintergrund. Und auch die Geschlechterrolle führt in verschiedenen Bereichen zu unterschiedlichen
Bildungschancen.​

Alle reden von mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit...
... doch was damit eigentlich genau gemeint ist, bleibt unklar. Selbst Forscher/innen und Wissenschaftler/innen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die Bildungschancen
für Kinder und Jugendliche fair verteilt werden können. Was also bedeutet Bildungsgerechtigkeit? Was steckt hinter den Debatten? Wer hat eine Chance auf Bildung? Wie gerecht sind die Zugänge zu Bildung? Welche Unterstützungs- und Beratungsangebote helfen, eigene Wege zu gehen und Lebensmuster zu verlassen? Welche Bedingungen und Voraussetzungen sind notwendig, um Strukturen von Teilhabe nachhaltig zu verankern und Möglichkeiten einer gelebten Partizipation umzusetzen?
Der sechste Diözesane Tag der Kinder- und Jugendhilfe im Bistum Trier rückt mit der Option für Bildungsgerechtigkeit die Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund. Er will sich diesen Herausforderungen und Fragestellungen annehmen.
Dies erfordert ein gemeinsames Handeln von vielen Fach-/Lehr-/Leitungskräften/Mitarbeiter/innen aus Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule, kirchlichen und bürgerschaftlichen Engagierten, Vertreter/innen aus Wirtschaft, Trägervertreter/innen und politischen Verantwortlichen vor Ort, aber auch auf Bistums-, Landes- und Bundesebene.

Programm
09:00 Uhr Stehkaffee
09:30 Uhr Begrüßung durch Weihbischof Franz Josef Gebert (Geistlicher Impuls und Inhaltliche Einführung)
10:00 Uhr Impulsreferat von Prof. i.R. Dr. Klaus Klemm mit anschließender Möglichkeit der Diskussion
und für Fragen aus dem Publikum
12:30 Uhr Mittagsimbiss
13:15 Uhr Jetzt wird’s konkret: Vertiefung/Vernetzung/Bereicherung für die Praxis (bitte an Visitenkarten denken)
16:00 Uhr Zusammenfassung und Abschlussrunde
16:30 Uhr Abschlussworte durch Direktorin Mechthild Schabo
Ende der Veranstaltung

Moderation des Tages: 
Sarah Engels (Katholische Theologin und Journalistin, langjährig in der Jugendverbandsarbeit engagiert)

Flyer mit Anmeldung: hier