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eli.Kids

Angebote für Kinder und Familien

eli.Kids - Angebote für Kinder und Familien

Unter dem Logo eli.Kids gibt es bei eli.ja ab sofort verschiedene Angebote extra für Kinder und Familien.

 

eli.Kids-Treffen

Für Kinder ab 10 Jahre bieten wir monatliche Treffen mit viel Kreativität, Spiritualität, Bewegung, Spiel und Spaß an! Jedes Treffen wird unter einem anderen Thema stehen. Das erste trägt den Titel "Wünsche".

Nächste Termine:

  • Dienstag, 29.09.2020, 16 bis 18 Uhr
  • Dienstag, 27.10.2020, 16 bis 18 Uhr
  • Dienstag, 24.11.2020, 16 bis 18 Uhr

Alle Treffen finden in der Kirche der Jugend eli.ja statt, natürlich unter Einhaltung aller aktuellen hygienischen Vorgaben.

Wir bitten um eine Anmeldung unter eli.ja(at)bistum-trier.de

 

Spirituelles für Kinder und Familien

Wie kann man eigentlich Spiritualität in der Familie zu Hause erleben?

Ideen mit Impulsen, Gebeten, Liedern und Gottesdiensten gibt es regelmäßig hier.

Was mir Freunde bedeuten

Freundschaft

Vor 90 Jahren komponierte Werner Richard Heymann das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ für die Tonfilm-Operette „Die drei von der Tankstelle“, das vor allem durch die Interpretation der Comedian Harmonists, die auch im Film zu sehen und zu hören ist, besondere Bekanntheit erlangte. Im Liedtext, den Robert Gilbert dichtete, heißt es gleich zu Beginn:   

    „Der wahre Freund allein

    Ist doch das höchste Gut auf Erden“.

Und der Refrain lautet:

    „Ein Freund, ein guter Freund

    Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt

    Ein Freund bleibt immer Freund

    Und wenn die ganze Welt zusammenfällt“

Einander Freund sein wird hier besungen als ein (zumindest auf Erden) nicht mehr zu überbietendes Gut. Als etwas, das Bestand hat, selbst dann, wenn alles andere weggebrochen ist. Als etwas, das auch in schwierigster Lage Halt zu geben vermag.

Ganz ähnlich hat es vor über 2000 Jahren schon der Philosoph Aristoteles empfunden, wenn er schreibt, dass „niemand ohne Freundschaft (gr. philia; lat. amicitia) leben möchte, selbst wenn er auch sonst alle Güter besäße“. Anders formuliert, könnte man auch sagen, dass materieller Besitz einen guten Freund keinesfalls ersetzen kann. In den Augen von Aristoteles trifft dies für alle Menschen zu: alle Menschen brauchen Freunde. Freundschaft nämlich ermöglicht das friedvolle Zusammenleben der Menschen und macht es zugleich für den Einzelnen angenehm und lebenswert.

Für Aristoteles gründet Freundschaft im gegenseitigen Wohlwollen zweier Menschen, also darin, dass jeder der beiden mit Bedacht auf das Wohl des jeweils anderen handelt, und in der gegenseitigen Wertschätzung, nämlich darin, dass jeder in der Weise, auf die er mit dem jeweils anderen umgeht, ihm seinen Respekt erweist.

 

Gefragt, was Dir Freundschaft bedeutet, haben Kinder und junge Erwachsene folgendes geantwortet:

„Freundschaft bedeutet für mich, dass man immer für einander da ist, sich gegenseitig zum lachen bringt und dem anderen Vertrauen kann.“ (Lilly, 11 Jahre)

„Für mich bedeutet Freundschaft das man sich gegenseitig hilft und miteinander fröhlich ist, das man immer füreinander da ist, und wenn einer traurig ist in tröstet.“ (Simran, 10 Jahre)

„Freundschaft kann für das Leben unglaublich wertvoll und bereichernd sein. – Freunde kann man sich im Gegensatz zur Familie aussuchen und in vielen Fällen kann eine langwierige und intime Freundschaft wertvoller als die Familie, in die man hineingeboren wurde und auf die man keinen Einfluss hat, sein. – Ohne Freundschaften fehlen einem persönliche Bezugspersonen und der verbale Austausch, nach dem wir Menschen als soziale Wesen so sehnsüchtig sind. Aus diesem Grund ist die Bildung von Freundschaften und das Verlangen danach unabdingbar und deswegen ein automatisches Phänomen. – Wahre Freundschaften können ein Leben lang halten.“ (Mirelle, 20 Jahre)

„Freundschaft: Vertrauen in deine Mitwesen als Spiegelbild zu dir selbst. – Akzeptanz und Anerkennung der Stärken und Schwächen, der einzigartigen Merkmale deiner Liebsten. – Miteinander lachen und Sorgen loslassen. – Schöne und herausfordernde Momente gleichermaßen teilen. – Miteinander das Leben kennenlernen. Essentiell Tiere.“ (Ann-Christin, 24 Jahre)

„Freundschaft bedeutet Vertrauen, Freude, Zuverlässigkeit. Freunde sind wie zweite Familie.“ (Desiree, 24 Jahre)

Freundschaft: „gegenseitige Unterstützung, Spaß, gemeinsam Dinge erleben, Vertrauen, ehrlich zueinander zu sein, eine zweite Familie.“ (Selina, 19 Jahre)

 

Nun Ihr: Was bedeuten Euch Freunde?

Versucht einmal eurem besten Freund zu sagen oder zu zeigen, dass er euer bester Freund ist?

Schreibt einen Brief an Euren besten Freund!

Oder malt ein Bild für Euren besten Freund!

Musik

Hör dir ganz genau diese Musik an! Es sind drei verschiedene Stücke:

Wie fühlst du dich, wenn du die Musik hörst? Gibt es einen Unterschied zwischen den drei Teilen?

Lauf mal durch euer Haus und such Dinge, mit denen man auch ganz einfach Geräusche und Musik selbst machen kann! Wie geht es dir jetzt gerade? Versuch deine Stimmung durch deine eigene Musik nachzumachen!


Gottesdienst in der Familie feiern

Zuwendung

Wir wollen euch dazu einladen mit eurer Familie am Sonntagmorgen gemeinsam am (Frühstücks-)Tisch einen kleinen Gottesdienst zu feiern.

Diese Anleitung begleitet euch durch die kleine Andacht. Ihr findet sie hier zum Download. Verwendet einfach gerne davon, was für euch passend ist. Am Ende geben wir euch eine Idee, was ihr an dem Tag gemeinsam unternehmen könnt und auch eine kleine Alternative. Schaut euch am besten vorher an, was für eure Familie passend ist und wählt den Text entsprechend.


Vorbereitung

Deckt den (Frühstücks-)Tisch, stellt eine Kerze darauf und legt vielleicht auch ein Kreuz dazu.

Wenn Ihr euch dabei das Lied „Aufsteh’n aufeinander zugeh’n“ anhören möchtet, findet Ihr hier den Link.https://www.youtube.com/watch?v=XCcGvDlM5jQ. Es kommt später im Gottesdienst vor.

Schaut Euch die Texte an und überlegt euch, wer welchen Text vorlesen möchte. Die Kerze könnt ihr beim Gebet anzünden.

 


Wir beginnen den Gottesdienst mit dem Kreuzzeichen, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Lied

Aufsteh’n aufeinander zugeh’n (Clemens Billinger)

(Cover von Seven Schuhmacher https://www.youtube.com/watch?v=XCcGvDlM5jQ)


 

Gebet (beim Entzünden der Kerze)

Danke, Gott, für diesen Morgen,

danke, dass du bei mir bist.

Danke für die guten Freunde

Und dass du mich nie vergisst.

Danke für die Zeit zum Spielen,

für die Freude, die du schenkst,

und dass du an dunklen Tagen

ganz besonders an mich denkst.


 

Evangelium vom Tag (Mt 9,35 – 10, 1 [gekürzt])

Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jünger: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

 

Wenn ihr möchtet könnt ihr vor der Meditation mit euren Kindern über den Evangeliumstext ins Gespräch kommen. Dazu könnt ihr ihnen folgende Fragen stellen:

  • Um wen geht es in dem Text, den ihr gerade gehört habt?
  • Warum hatte Jesus Mitleid mit den Menschen?
  • Welche Aufgabe gab Jesus seinen zwölf Jüngern am Ende?

Meditation

Jesus hatte sich kranken und leidenden Menschen zugewandt, ohne etwas zu erwarten. Er wollte für seine Zuwendung keine Gegenleistung. Aber er wollte, dass die Anderen, denen er seine Zuwendung gab, sie diese auch wieder weitergaben.

Im Bibeltext ist die Rede von ‚Schafen, die keinen Hirten haben‘. Wir können uns das so vorstellen: Menschen, die traurig sind, weil ihnen niemand zuhört; Menschen, denen der Halt weggebrochen ist, die ihre Orientierung verloren haben; Menschen, die einsam sind, weil sie verlassen wurden – sie alle brauchen der Zuwendung, also jemand, der für sie da ist.

Stellt euch vor eurer Schwester/eurem Bruder/eurer besten Freundin/euerm besten Freund geht es nicht so gut, ihr merkt, er oder sie ist traurig oder wütend.

Wie könntet ihr ihnen zeigen, dass ihr für sie da seid?

Genau, ihr nehmt euch Zeit für sie. Ihr hört zu, ihr versucht zu verstehen, was sie sagen wollen.

Ihr macht das ja nicht, weil ihr einen Vorteil davon haben wollt, sondern, weil ihr einfach nur da sein wollt, weil ihr den Anderen lieb habt. Ihr braucht auch keine Ratschläge, ihr müsst nicht die Lösung für ein Problem haben. Es reicht, wenn ihr versucht mitzufühlen und den Anderen so akzeptiert wie er ist.

Das funktioniert auch, wenn ihr merkt, dass sich jemand gerade über etwas sehr freut. Hört euch ganz genau an, was ihn so glücklich macht, dann könnt ihr euch auch mitfreuen. Auch dadurch zeigt ihr, dass ihr den anderen lieb habt.

Und wenn ihr so miteinander umgeht, dann merkt ihr immer, dass ihr miteinander verbunden seid.

Jesus wollte das gleiche auch von seinen Jüngern: Sie sollten allen Menschen, die Unterstützung und Zuwendung brauchten, diese auch geben. Unter der Voraussetzung sollen sie seine Botschaft vom Reich Gottes verkünden. Und auch genau das machen Christen heute euch noch: Sie zeigen die Liebe Gottes, in dem sie sich einander zuwenden.


Aktion zum Evangelium

Schenkt euch heute gegenseitig oder anderen Menschen Zuwendung!

 

Vielleicht wart ihr lange nicht mehr bei Oma und Opa? Besucht sie doch heute und schenkt ihnen Zuwendung. Wie? Hört ihnen zu, spielt mit ihnen… Ihr habt bestimmt ganz viele Ideen! 

 

Alternative:

Überlegt gemeinsam, wie ihr euch heute gegenseitig Zuwendung schenken könnt!

Hört euch an, wie ihr euch gegenseitig etwas Gutes tun könnt! Was wünscht sich Mama? Was wünscht sich Papa? Was wünschst du dir? Was wünschen sich deine Geschwister?

Wenn ihr euch alle gut zuhört und euch Zuwendung schenken wollt, dann findet ihr bestimmt etwas, das ihr gemeinsam unternehmen könnt und alle glücklich damit sind.


Abschluss

Zum Abschluss machen wir noch einmal das Kreuzeichen und starten gemeinsam in den Tag!

Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Impuls vom 10.06.20

Gemeinsam essen

Macht doch jetzt am Wochenende einmal mit eurer ganzen Familie einen Ausflug mit einem Picknick. Sucht euch eine schöne Wiese, wo ihr ganz für euch seid und miteinander Zeit verbringen könnt. Packt in euren Korb alles was ihr gerne mögt: Brötchen oder Baguette, Salate, Wurst, Käse, Gemüse…. Was euch alles so einfällt. Dann noch etwas Leckeres zu trinken und natürlich auch eine Picknickdecke, auf der alle Platz haben. Und auf geht’s.

Nehmt euch für euer Picknick einfach mal Zeit, schaut nicht auf die Uhr. Es geht beim Essen nicht darum, wer zuerst fertig ist. Nutzt die Zeit um in aller Ruhe zu erzählen und auch gut zuzuhören, was die anderen erzählen. Das kann richtig spannend sein. Vielleicht habt ihr Mama und Papa noch was Wichtiges zu erzählen? Vielleicht wollt ihr einfach nur von eurem Tag erzählen? Vielleicht wollt ihr aber auch wissen wie es Mama und Papa gerade geht? Wie ihr Tag war?

Jesus hat mit seinen Jüngern auch ganz oft zusammengesessen und gegessen, so wie ihr jetzt. Dabei haben sie auch immer gebetet und Gott gedankt. Auch in der Kirche essen wir gemeinsam: Es gibt Brot und Wein, genauso wie bei Jesus. Das Brot ist heute besonders wichtig, denn es ist Fronleichnam. „Fron“ kommt von „Vron“, was „Herr“ heißt. Und „Lichnam“ bedeutet so viel wie lebendiger Leib. Das Brot, das für den lebendigen Jesus steht wird heute also gefeiert. Der Priester trägt es an Fronleichnam sogar durch die Straßen. Es ist immer in einem aufwendig verzierten Behälter, den man Monstranz nennt. Ganz klein, in der Mitte ist ein kleines Fenster, durch das ihr die Hostie, das Brot, sehen könnt. Dass wir das sehen an Fronleichnam, erinnert uns immer an Jesus, der immer bei uns ist.

Aber genauso erinnern wir uns daran, dass Jesus und Gott uns nahe sind, wenn wir gemeinsam essen. Also auch bei eurem Picknick gerade. Und genauso wie Jesus und seine Jünger, könnt ihr die gemeinsame Zeit beim Picknick miteinander genießen.


Impuls vom 07.06.20

Die drei Wellen

Macht doch heute mal mit eurer Familie einen Ausflug zu einem Weiher in eurer Nähe. Wenn ihr das Wasser erreicht habt, werft einmal einen Stein ins Wasser. Beobachtet einmal, wie sich dabei die Wasseroberfläche verändert: Es entstehen kleine Wellen. Zuerst gibt es eine Welle, dort wo der Stein reingefallen ist. Dann gibt es eine zweite und bestimmt auch eine dritte. Sie entstehen als Kreise um den Stein. Seht ihr sie auch?

Anhand der drei Wellen, hat im 13. Jahrhundert Heinrich Seuse die Dreifaltigkeit Gottes erklärt, denn es ist nicht leicht zu verstehen, was die Dreifaltigkeit ist: Der Stein, also der Punkt in der Mitte ist Gott. Aus ihm entstehen die drei Wellen: Der erste Ring, der entsteht, ist die Kraft des Vaters. Der zweite Kreis, ist der Sohn Gottes und der dritte ist der Heilige Geist. Das ist die Dreifaltigkeit, oder auch „Trinität“, an die die Christen glauben und was heute gefeiert wird. Denn heute ist der Dreifaltigkeitssonntag. Gott wird als drei Personen verstanden, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. In der Kirche oder beim Beten hört ihr davon immer, wenn ein Kreuz gemacht wird: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“


beGEISTern

Ihr kennt das sicherlich: Etwas hat euch dermaßen begeistert, dass ihr gar nicht mehr aufhören könnt, davon zu erzählen.

Überlegt mal, wann hattet ihr zuletzt ein solches Erlebnis!

Vielleicht habt ihr auch schon mal erlebt, dass euch jemand total begeistert seine tollste Geschichte erzählt hat.

Erinnert ihr euch an eine solche Situation? Wie war das, hattet ihr euch von dem, was euch da erzählt wurde, so richtig begeistern lassen?

Jetzt haben wir ganz oft das Wort ‚begeistern‘ gehört – ganz bewusst! Denn ursprünglich ist ‚begeistern‘ aus ‚Geist‘ gebildet. Es wurde im Sinne von ‚mit Geist erfüllen‘ verwendet – oder auch im Sinne von ‚mit Leben erfüllen‘. Denn der Geist, von dem wir gleich reden werden, wird auch als ‚Lebensspender‘ begriffen, also etwas das Leben schenkt.

Heute, an Pfingsten feiert die Kirche die Entsendung des Heiligen Geistes. Dieses Fest geht zurück auf ein Ereignis, von dem in der Bibel erzählt. Dort heißt es:  

„Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle (Jünger Jesu) zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu rede, wie es der Geist ihnen eingab.“ (Apg 2,1 – 4)

Die Jünger begannen, vom Geist erfüllt, von dem zu erzählen, was sie mit Jesus erlebt haben – und zwar so, dass alle es verstehen konnten. Und sie schafften es, auch andere Menschen für das Werk Jesu zu begeistern. Im Text steht auch „Zungen wie von Feuer“. Das bedeutet, dass der Geist von Jesus die Jünger entflammt hat. Also im Sinn von „Für etwas brennen“, das kennt ihr bestimmt. Es heißt, dass euch das was ihr tut richtig wichtig ist und für euch eine riesengroße Bedeutung hat. Deswegen müsst ihr das auch anderen erzählen, um sie auch dafür zu „entflammen“.

Bei der Taufe passiert genau das: Man empfängt den Heiligen Geist. Also man wird davon begeistert von Gott,  Jesus und seinen Taten zu erzählen. Deswegen gibt es Christen auch auf der ganzen Welt: Viele Menschen sind begeistert von den Erzählungen und geben sie weiter. Deswegen feiern wir auch heute, nach fast 2000 Jahren immer noch das Fest Pfingsten.


Impuls vom 27.05.20

Wer ist der Heilige Geist?

Wer bei den Christen getauft ist, ist auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Dadurch wird der Heilige Geist auf das Kind oder den Erwachsenen herabgerufen. In der Bibel wird der Heilige Geist oft beschrieben als ein Brausen, das vom Himmel kommt, wie ein ganz starker Wind. Aber wer ist eigentlich dieser Heilige Geist? Ist er ein Gespenst?

Der Heilige Geist ist nicht direkt eine Person. Wenn der Heilige Geist über einen Menschen kommt, dann bedeutet dass, dass der Glaube an Gott zu diesem Menschen kommt. Der Heilige Geist kommt also von Gott. Jesus hat diesen „Geist“, also seine Botschaft, an die Jüngern weitergegeben. Und sie haben auch den Antrieb bekommen, die Botschaft weiterzugeben. Der Mensch bekommt die Kraft von Jesus und soll Handeln so wie Jesus es will. Jesus hat, als er gestorben ist, seinen Jüngern seinen Geist weitergegeben.

Der Heilige Geist wird als eine Art „Gabe“ verstanden, die jemand hat. Er kann, wenn er den Heiligen Geist spürt die Botschaft verkünden.

Oft wird der Heilige Geist auch als Taube dargestellt. Vor allem an Pfingsten. Aber warum das so ist, erklären wir euch an Pfingsten!

Wir wollen den Heiligen Geist heute mit euch auch einmal sehen. Wie er in der Bibel oft als Wind beschrieben wird, wollen wir ihn gemeinsam als Wind sichtbar machen. Dafür basteln wir zusammen ein kleines Windrad. Geht mit eurem Windrad nach draußen und schaut euch an wie der Wind es drehen lässt. Vielleicht spürt ihr den Heiligen Geist?

Viel Spaß beim Basteln!

Wir haben diese Anleitung benutzt:

https://www.basteln-gestalten.de/windmuehle-basteln

Ihr braucht dafür nur

  • Einen Stab
  • Ein (am besten zweifarbiges) Papier
  • Eine Reißzwecke
  • Schere und Kleber
  • Schneide dir ein Papierquadrat zurecht - je nachdem, wie groß die Windmühle werden soll (im Beispiel: 14 x 14 cm).
  • Falte eine Diagonale.
  • Falte dann auch die andere Diagonale und öffne das Papier wieder.
  • Jetzt schneide von den Ecken aus die Diagonalen bis etwa zur Hälfte bis zum Mittelpunkt ein.
  • Klebe eine Spitze am Mittelpunkt fest.
  • Klebe dann auch die andern Spitzen am Mittelpunkt fest.
  • So sieht es dann aus.
  • Pinne die Windmühle mit einer Reißzwecke am Mittelpunkt an einen Stock.
  • Und schon ist die Windmühle fertig!

Die Anleitung mit Bildern findet ihr auf der Homapage https://www.basteln-gestalten.de/windmuehle-basteln


Impuls vom 24.05.20

Wer sind die Apostel?

In den letzten Wochen habt ihr immer wieder von den Aposteln gehört, z.B. als Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Aber wer ist das eigentlich?

Ein Apostel ist jemand, der unseren Glauben an den auferstandenen Jesus in die Welt verkündet. Er ist von Jesus mit diesem Auftrag ausgestattet worden.

Nach dem Tod von Jesus haben Menschen, die ihm nahe standen daran geglaubt, dass er auferstanden ist, also zu seinem Vater heimgekehrt ist. Allen, denen der Auferstandene erschienen ist, werden „Jünger“ genannt. Es gibt auch Frauen, die Jesus gefolgt sind, die nennt man Jüngerinnen. Ihnen ist Jesus als erstes erschienen. Eine von ihnen war Maria Magdalena.

Die zwölf Apostel, die ihr kennt, hat Jesus selbst zusammengerufen. Zwölf steht symbolisch für die zwölf Stämme von Israel. Kennt ihr alle ihre Namen? Er hat sie gebeten, ihm zu folgen und seine Botschaft zu verkünden. Dabei sollten sie selbst auch andere dazu aufrufen. Jesus nennt das „Menschenfischer“. Sie alle sollen weitergeben, dass Jesus nach seinem Tod aufersteht. Apostel kommt übrigens von „Apostolos“ und bedeutet so viel wie „Gesandter“. Die Apostel sind vom Heiligen Geist erfüllt, deswegen verkünden sie die Botschaft. Was der Heilige Geist ist und wie er zu den Jüngern kam, erfahrt ihr in den nächsten Impulsen.

Die Apostel waren die Menschen, die Jesus am nächsten waren, sozusagen seine besten Freunde.

Wer sind eure besten Freunde? Gerade seht ihr sie vermutlich nicht so oft, wie sonst. Zeigt ihnen doch heute, wie viel sie euch bedeuten und wie wichtig sie euch sind. Überrascht sie mit einem Brief, den ihr schreibt. Werft ihn in den Briefkasten oder schickt ihn mit der Post. Sie werden sich bestimmt freuen, ganz überraschend einen netten Brief zu bekommen!


Impuls vom 20.05.20

Was feiern wir eigentlich an Christi Himmelfahrt?

Viele kennen Christi Himmelfahrt als Vatertag. Der kommt, wie der Muttertag aus den USA und wird zu Ehren der Väter gefeiert. Wir Christen feiern den Tag, weil Jesus zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt ist. Jesus wurde von Gott gesandt und kehrt jetzt wieder heim zu ihm. Christi Himmelfahrt wird immer am 40. Tag der Osterzeit, also 39 Tage nach Ostersonntag gefeiert. Die Zeit ist genauso lange wie die Fastenzeit. Ihr habt bestimmt auch schon gemerkt, dass das immer ein Donnerstag ist, 10 Tage vor Pfingsten. Seit 1936 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.

Wenn ihr schonmal das Glaubensbekenntnis gebetet habt, kennt ihr bestimmt die Zeile „aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters“. Das feiern wir an Christi Himmelfahrt. Jesus ist bei seinem Vater.

An einer Stelle in der Bibel, im Lukasevangelium, sehen die Apostel genau, wie Jesus in den Himmel auffährt. Er ist plötzlich nicht mehr da.

Das ist alles ganz schön kompliziert… Zuerst stirbt Jesus, dann ist er auferstanden und irgendwie noch da und dann fährt er in den Himmel zu Gott?! Ist Jesus also gar nicht gestorben? Doch, das ist er. Aber das Besondere daran ist: Wir glauben, dass er nach seinem Tod weiterlebt. Genau wie die Jünger, auf dem Weg nach Emmaus, müssen wir glauben, dass Jesus weiterhin bei uns ist. Es ist die Hoffnung darauf, dass auch wir nach dem Tod weiterleben, dass wir zu Gott in den Himmel kommen. An Christi Himmelfahrt feiern wir aber nicht nur das, sondern auch, dass Jesus jetzt genauso herrlich und herrschaftlich ist, wie Gott. Er wurde also „erhöht“. Jesus ist zwar als Mensch gestorben, aber da er als Sohn Gottes bereits geboren wurde, ist es nur verständlich, dass er nach seinem Tode auch wieder zu seinem Vater zurückkehrt. Als den, der zur Rechten des Vaters sitzt, verehren wir Jesus mit den Worten: „Wir preisen deinen Tod, wir glauben, dass du lebst, wir hoffen, dass du kommst, zum Heil der Welt.“

Jesus ist also immer noch bei uns, wir müssen nur daran glauben!

Wie stellt ihr euch die „Himmelfahrt“ vor? Malt auf ein Blatt, wie ihr die Geschichte versteht!


Impuls vom 17.05.20

Was ist Religion?

Was ist eigentlich Religion? Was haben verschiedene Religionen gemeinsam, was unterscheidet sie?

Religion sagt etwas darüber aus, wie die Menschen Gott und die Welt verstehen. „Religion“ bedeutet so viel wie „Rückbindung“. Menschen, die eine Religion haben, binden sich an Gott.

Wenn man jemanden fragt: „Was ist Religion für dich?“, dann antwortet er vermutlich anders, als auf die anderen Fragen. Zum Beispiel kann die Antwort sein: „Sie gibt mir Halt!“. Für die einen ist es gut, dass es eine heilige Schrift gibt, an der man sich orientieren kann, wie bei uns die Bibel. Für die anderen ist es gut, dass es Rituale gibt, wie zum Beispiel das Beten, jeden Abend vorm Schlafen gehen. Für nochmal andere ist es wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem man gemeinsam seinen Glauben feiern kann, wie bei uns in der Kirche. Diese drei Sachen Heilige Schrift, Rituale und einen gemeinsamen Ort zum Feiern haben das Christentum, das Judentum und der Islam gemeinsam. Sie haben auch gemeinsam, dass sie einen einzigen Gott verehren. Außerdem haben diese drei Religionen den selben Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (die drei kennt ihr aus dem letzten Impuls zu Abraham schon). Beim Judentum wird Gott als Gott des Volkes Israel verstanden, bei uns Christen als Vater von Jesus und bei den Muslimen als der Gott des Propheten Mohammad.

Alle drei haben auch unterschiedliche Namen für Gott. Die Juden nennen ihn „Jahwe“, sprechen den Namen aber nicht aus, weil er heilig ist. Stattdessen sagen sie „Adonai“, das heißt „mein Herr“. Die Christen sagen „Gott“ und nennen ihn „Vater“, genau wie Jesus es getan hat. Die Muslime sagen „Allah“, das ist das arabische Wort für Gott.

Die drei Religionen sind Weltreligionen, also sie sind überall auf der Welt zu finden. Ganz bekannt sind auch noch Hinduismus und Buddhismus. Diese Religionen gibt es vor allem in Asien.

In unserem Alltag, zu Hause oder unterwegs begegnen uns oft Symbole für verschiedene Religionen. Ein typisches Symbol von Christen ist das Kreuz. Ein Symbol für das Judentum ist der Davidstern. Beim Islam sieht man oft einen Mond und einen Stern. Wie ihr in unseren Osterimpulsen gehört habt, können aber auch andere Dinge Symbole für etwas religiöses sein, z.B. ein Zweig, eine Kerze oder ein Lamm.

Wo seht ihr überall Zeichen verschiedener Religionen? Macht doch heute mal Fotos von allen religiösen Dingen, Symbolen, Gebäuden die ihr finden könnt.


Impuls vom 13.05.20

Abraham

Ihr habt bestimmt schonmal von Abraham, Isaak und Jakob gehört. Sie sind die Väter des Volkes Israel, dem Volk, das Gott auserwählt hat. Abraham ist der Urenkel von Noah aus der Geschichte mit der Arche. Isaak ist Abrahams Sohn und Jakob ist Isaaks Sohn, also der Enkel von Abraham.
Die Geschichte von Abraham beginnt damit, dass er im Land Kanaan unterwegs ist. Er ist überall fremd und erbaut unterwegs Altäre, um Gott zu ehren. Gott hatte ihm aufgetragen sein Zu Hause zu verlassen, um das Land zu finden, wo Gottes Volk später leben soll. Abraham vertraute Gott und war lange auf der Reise.
Gott schloss mit Abraham einen Bund: Er werde Abrahams Gott sein und der Gott seiner Nachkommen, wenn Abraham der Vater, also der Gründer, von Gottes Volk wurde. Gott nannte ihn deshalb „Abraham“. Das heißt „Vater der Menge“. Vorher hieß er nämlich nur Abram, das „Mein Vater ist erhaben“ heißt.
Abraham ist Gott sehr treu. Deswegen hat er einmal fast seinen eigenen Sohn Isaak Gott geopfert, weil er ihm so sehr vertraute. Kurz bevor Isaak aber stirbt, rettet Gott ihn.
Abraham ist das Vorbild für den gehorsamen Glauben an Gott. Er hörte auf die Weisung Gottes, was übersetzt „Tora“ heißt. Später erhielt Mose auf dem Berg Sinai die Weisung Gottes, also die Tora, die Schrift des Judentums.
Abraham hat sehr stark an Gott geglaubt und ihm zu Ehren überall Altäre gebaut. Auch heute haben wir einen Altar in der Kirche. Oft wird in ihm eine Reliquie aufbewahrt, also ein heiliger Gegenstand.
Ihr habt bestimmt zu Hause auch Gegenstände, die euch „heilig“ sind, sie sind ein Schatz für euch. Bastelt euch für diese heiligen Dinge heute einen Altar selbst. Dort könnt ihr die Dinge dann aufbewahren.
Ihr könnt dazu einen Schuhkarton nehmen und ihn schön verzieren! Malt ihn an, beklebt ihn mit bunten Steinen oder Papier, ganz so wie der Altar für eure heiligen Dinge aussehen soll.
Viel Spaß!
 


Impuls vom 10.05.20

Muttertag

Am zweiten Sonntag im Mai feiern wir Muttertag. Viele streiten sich um diesen Tag. Einige sehen darin nur einen Tag, an dem besonders viele Blumen gekauft werden, der nichts Besonderes ist. Andere freuen sich, an dem Tag etwas Besonderes für ihre Mütter tun zu können. Ihr habt bestimmt auch im Kindergarten oder in der Schule sonst immer etwas gebastelt?

Aber woher kommt der Muttertag eigentlich? Anna Marie Jarvis aus West Virginia in den USA hatte die Idee. Sie setzte sich für die Rechte von Frauen ein. Damals in den USA durften die Frauen z.B. nicht wählen gehen. Das tat auch ihre Mutter bevor sie gestorben war. Nach ihrem Tod, wollte Anna Marie, dass man sich an ihre Mutter und ihren Kampf für die Frauenrechte erinnerte. Sie wollte, dass alle Menschen sahen, wie wichtig Mütter sind und welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen. Es sollte ein Ehrentag für alle Mütter werden, dass man an dem Tag besonders an sie dachte.

Den ersten offiziellen Muttertag gab es dann im Jahr 1908. Zum Feiertag wurde er in den USA 1914, also vor über 100 Jahren. Die Blumengeschäfte in Deutschland entdeckten den Tag als ersten für sich. Sie machten damit Werbung den Tag zu feiern und den Müttern Blumen zu schenken.

Heute ist der Ursprung des Muttertages von Anna Marie Jarvis fast vergessen. Sie selbst hat sich, solange sie lebte dafür eingesetzt, dass der Tag sich nicht nur darum drehen soll, Geschenke zu kaufen und viel Geld auszugeben. Stattdessen soll man allen Müttern gedenken, sich für die Rechte von Frauen einsetzen und den Müttern zeigen, dass sie für einen selbst und für die Gesellschaft wichtig sind.

Wie wäre es, wenn ihr eurer Mutter und allen Menschen zeigt, wie wichtig euch sie ist und das mit Kreide!

Es gibt gerade überall Straßenkreide zu kaufen. Malt doch einfach ein Bild auf den Gehweg oder den Hof. Es zeigt eurer Mutter und allen Menschen die vorbeigehen was eure Mutter euch bedeutet und wie lieb ihr sie habt.


Impuls vom 06.05.20

Amen - was heißt das eigentlich?

„So sicher wie das Amen in der Kirche“ lautet ein altes Sprichwort, habt ihr bestimmt schon einmal gehört. Damit ist gemeint, dass etwas ganz sicher ist, dass darauf Verlass ist, dass es mit Sicherheit passieren wird. Wer von Euch schon mal in einem Gottesdienst war, hat sicherlich bemerkt, dass das Wort Amen recht häufig verwendet wird. Es ist wie andere hebräische Worte, z.B. die Worte Halleluja und Hosianna, ein Wort, das aus der Gebetssprache der Juden kommt. Amen bestätigt und bekräftigt das, was vorher gesagt wurde. So etwa, wenn es am Schluss des Glaubensbekenntnisses gesprochen wird. Es bestätigt die ersten beiden Worte „Ich glaube“ und meint so viel wie „Ja, so ist es“. Übrigens, heißt „So ist es“ auf hebräisch „amen“ und „Ich glaube“ heißt „aman“. Glaube und die Bestätigung gehören also eng zusammen.

Im Neuen Testament wird das Wort Amen ganz oft zu Beginn eines Satzes verwendet. Damit wird verstärkt, was als nächstes gesagt wird. Jesus sagt zum Beispiel: „Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“. Er will sagen, dass man auf Gott vertrauen soll, an ihn glauben und danach handeln soll. Man soll nicht nur so tun, als würde man glauben, sondern den Glauben wirklich leben.

Wir haben heute zwei Lieder für euch zum Mitsingen.

Das erste Lied heißt „Amen heißt: So soll es werden“ von Detlev Jöcker. Ihr findet es hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=deliKJhHLeI. Ihr könnt bestimmt beim zweiten Mal schon mitsingen!

Das zweite Lied „Masithi Amen“ von Christoph Studer und Benjamin Mgonzwa kommt aus Südafrika und lädt zum Mittanzen ein. Ihr könnt es euch hier anhören: https://www.youtube.com/watch?v=BSv4IjTUv8w

Viel Spaß beim Mitsingen und Mittanzen!


Impuls vom 03.05.20

Maria und der Mai

In der katholischen Kirche verehren wir Maria, die Mutter von Jesus, weil sie Gott so sehr vertraut und ihm so gehorsam ist. Ihr Glaube ist sehr stark. Sie ist die bedeutsamste Heilige oder auch die „vollkommenste“.

An zwei Monaten im Jahr wird Maria besonders gefeiert und verehrt, im Rosenkranzmonat Oktober und im Mai. Er wurde von der Kirche zum Marienmonat erklärt. Schon vor 200 Jahren wurden im Mai Marienandachten und Wortgottesdienste für Maria gefeiert. Seit 1855 gibt es diese Feiern bei uns im Bistum Trier.

Weil im Mai alles blüht und überall schöne Farben in der Natur sind, sagte man schon früh, dass der Mai der schönste Monat im Jahr ist. Maria gehört zum Mai und wird dadurch zur „schönste aller Blumen“ erklärt. Gleichzeitig steht sie für die Kraft und die Fruchtbarkeit des Frühlings, der uns so sehr das neue Leben zeigt. Früher wurde im Mai gebetet, um eine gute Ernte zu erbitten und den Segen für die Felder zu erhalten. Maria steht heute für diese Gebete und wird als „Maienkönigin“ gefeiert. Maria wird auch besonders angebetet, wenn wir Gottes Schutz erbitten wollen oder ganz eigene Anliegen haben.

Ihr kennt bestimmt den Rosenkranz: Ein Gebet, das mit Hilfe einer Kette mit ganz vielen kleinen und großen Perlen und einem Kreuz. Bei jeder kleinen Kette wird ein „Ave Maria“ gebetet (so hat auch der Engel Maria gegrüßt, als er ihr die frohe Botschaft über die Geburt von Jesus überbracht hat). Bei Jeder großen Perle wird ein „Vater unser“ gebetet. Das Kreuz steht für das Glaubensbekenntnis. Auch wenn der Rosenkranz besonders im Oktober gebetet wird, hat er auch im Mai eine besondere Bedeutung. Maria wird damit um Hilfe gerufen. Sie wird dabei nicht selbst angebetet, sondern ist der Weg zu Jesus Christus. Man greift quasi mit dem Gebet Ereignisse aus dem Leben Jesus auf und schaut sie durch die Augen seiner Mutter Maria an. Oder wie der Papst vor einigen Wochen gesagt hat, dass wir gemeinsam mit dem Herzen Marias das Antlitz Christi betrachten und uns dadurch als geistliche Familie vereinen. Das könnte uns auch helfen die Prüfung der Corona-Pandemie zu bestehen.

Einen Rosenkranz könnt ihr euch auch ganz einfach selbst basteln. Wie immer gilt: Wenn ihr die Materialen so nicht zu Hause habt, seid kreativ und benutzt andere ;-)

Rosenkranz selber basteln

Ihr braucht:

- 1 Kreuzanhänger oder einen größeren, auffälligen Anhänger/Perle
- 59 Perlen
- Schnur/Faden
- Optional für Hilfe beim Knoten: Nähnadel und Röhrchen (z.B. von einem Strohhalm)
- optional: Klarer Nagellack oder Flüssigkleber

So funktioniert der Spezialknoten:

Nehmt das Röhrchen sowie die Schnur in die linke Hand. Dabei ist das Kreuz links vom Röhrchen und die Nadel rechts.
Nun wickelt die Schnur acht mal stramm um das Röhrchen.
Behaltet im Blick, dass zwischen dem Kreuz bzw. den Perlen und dem Knoten etwas Platz bleibt, damit die Perlen auf der Schnur beim Beten etwas hin- und her geschoben werden können.
Das Röhrchen mit der umwickelten Schnur wird nun in die rechte Hand gegeben.
Jetzt kann die linke Hand mit der Nadel die Schnur durch das Röhrchen führen.
Zu beachten ist, dass auf die Wicklung immer etwas Druck ausgeübt werden sollte, damit sie sich nicht löst.
Wenn die ganze Schnur hindurch gezogen wurde, wechselt das Röhrchen erneut die Hand und wird mit rechts aus der Wicklung herausgezogen.
Zieht an beiden Enden der Schnur, damit der Knoten sich festigt. Bevor eine Perle aufgefädelt wird, muss das Röhrchen von der Schnur abgezogen werden.

1. Das Kreuz oder den großen Anhänger einfädeln. Falls die Schnur ausfranz, könnt ihr sie leicht mit klarem Nagellack oder Kleber bestreichen.

2. Hinter dem Kreuz das kurze Ende der Schnur fest an das lange Ende knoten (Spezialknoten) und den Knoten eventuell mit Lack bestreichen.

3. Nun könnt ihr die erste Perle auffädeln und danach direkt wieder einen Spezialknoten machen.
   Das Auffädeln geht dann folgendermaßen weiter:
   - 3 Perlen - Knoten - Perle - Knoten - Knoten - 10 Perlen - Knoten - Perle - Knoten - 10 Perlen - Knoten - Perle - Knoten - 10 Perlen- Knoten - Perle - Knoten - 10 Perlen - Knoten - Perle - Knoten - 10 Perlen
   Befestigung am Doppelknoten: ihr könnt die Schnur mit einer Nadel durch den Spezialknoten führen, danach nochmal knoten und die Befestigung mit Lack versiegeln

Fertig!


Impuls vom 29.04.20

Die Arche Noahs und der Regenbogen

Ihr habt bestimmt schonmal gehört, dass wir von ‚sintflutartigen‘ Regengüssen sprechen, wenn richtig viel Regen auf einmal fällt und es so aussieht als würde es nie wieder aufhören. Das kommt von der ‚Sintflut‘-Erzählung aus der Bibel. Nachdem Gott die Erde erschaffen hat, merkte er, dass die Menschen böse geworden waren. Daher beschloss er eine große Flut zu schicken (denn ‚groß‘ heißt im Althochdeutschen „Sint“) und alle Menschen zu ertränken.


Und hier kommt Noah ins Spiel. Er war der Einzige, von dem Gott wusste, dass er gerecht war. Er und seine Familie sollten als Einzige überleben. Dazu wurde Noah von Gott mit dem Bau der Arche, wörtlich ‚Kasten‘, beauftragt. Noah versammelte darin außerdem alle Tiere der Welt, von einer Art jeweils ein Männchen und ein Weibchen.


Als die Sintflut anfing, stieg das Wasser 150 Tage lang bis auch die höchsten Berge verschwunden waren. Gott wollte die Erde in den Anfangszustand zurückversetzen. In der Bibel steht „die Erde war wüst und leer“, was auf Hebräisch heißt „tohu wa bohu“. Doch Gott ändert seinen Plan und beendet die Sintflut. Wieder dauert es 150 Tage.


Um herauszufinden, ob sich das Wasser verlaufen hat, sendet Noah eine Taube aus, die mit einem Olivenblatt zur Arche zurückkehrte. Die Sintflut war vorbei, und die Geretteten konnten die Arche verlassen. Gott hat mit seiner Schöpfung einen Treuebund geschlossen, das heißt er verspricht, die Erde nie wieder so zu verfluchen und die Menschen und alle Lebewesen zu beschützen. Um das zu zeigen, hat er einen Regenbogen geschickt. Auch heute noch wissen wir, wenn ein Regenbogen am Himmel erscheint: Gott verspricht uns, dass es keine Sintflut mehr geben wird und dass er die Welt beschützt.

Spielt die Geschichte von Noah und seiner Arche doch heute einfach mal nach! Geht durch euer Zimmer oder die ganze Wohnung und sucht alle Tiere, die ihr finden könnt, egal ob Stofflöwe oder Dekovogel, Legokatze oder Playmobil-Kuh! Baut eine eigene Arche. wir haben uns eine aus einem riesigen Stück Zeitung gefaltet. Vielleicht findet ihr auch noch ein paar Figuren, die für Menschen stehen, die ihr gerne mit auf die Arche nehmen möchtet?


Ein christliches Symbol

Das Kreuz

Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass für die Christen das Kreuz ganz wichtig ist: Es hängt in der Kirche, über Türen, an Halsketten und wir zeichnen ein Kreuz mit der Hand über unseren Körper. Dabei tippen wir uns an die Schultern und an Kopf und Brust. Wenn jemand gesegnet wird, zeichnet der Priester ihm oder ihr ein kleines Kreuz auf die Stirn. Das wird auch bei der Taufe gemacht. Kennt ihr noch andere Situationen aus dem Alltag, wo man ein Kreuz sieht?

Das Kreuz ist ein Symbol für die Christen, als Erkennungs- und Bekennungszeichen des Glaubens.

Aus der Bibel wisst ihr, dass das Holzkreuz früher ein Hinrichtungsinstrument war. Es war in der Antike eines der schlimmsten Todesstrafen. Auch Jesus wurde gekreuzigt. Für die Jünger von Jesus stand das Kreuz für seinen Tod, also war ein ganz schlimmes Zeichen. Doch dann ist Jesus auferstanden, sie schöpften neuen Mut.

Es hat bis ins vierte Jahrhundert gedauert, bis das Kreuz zu einer Botschaft der Auferstehung wurde. Es erinnert uns heute daran, dass Jesus für uns gestorben ist, damit er auferstehen konnte, damit er erlöst werden konnte. Der Tod hat also nicht das letzte Wort. Das Kreuz ist nicht mehr das bloße schreckliche Hinrichtungsinstrument, sondern ein Zeichen, dass das Leben über den Tod gesiegt hat. Und daran erinnern wir uns immer, wenn wir das Kreuz über unseren Körper zeichnen.

Übrigens, wenn man das Kreuz ein klein wenig dreht, dass sieht man den griechischen Buchstaben Chi (X). Es ist der erste Buchstabe des Wortes ΧΡΙΣΤΟΣ, das Christus bedeutet.

Vielleicht habt ihr in eurem Zimmer noch kein eignes Kreuz? Das könnt ihr ganz einfach selbst basteln und zwar aus Salzteig.

Und so geht`s:

  • Zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, einen Teelöffel Pflanzenöl und eine Tasse Wasser vermengen. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Teig, wie schon bei den Schnecken mit natürlichen Farben färben (siehe hierzu „Was die Schnecke mit der Auferstehung zu tun hat“ in den Ostergarten-Impulsen).
  • Kreuze formen. Falls ihr nicht genau wisst wie, hier ein Tipp: ich habe den Teig etwa einen Zentimeter dick ausgerollt, und die Kreuzform in der gewünschten Größe ausgeschnitten. Achtung: Je kleiner das Kreuz, desto dünner sollte es auch sein, damit es nach dem Backen noch schön aussieht. Wenn ihr eine Kette daraus machen wollt, stecht mit einem Zahnstocher ein kleines Loch durch den oberen Teil.
  • Bei geringer Temperatur zunächst ca eine Stunde pro halben Zentimeter trocknen (zwischendurch Feuchtigkeit entweichen lassen), dann auf ca. 120-150°C ca. eine Stunde backen.
  • Jetzt könnt ihr die Kreuze nach Belieben verzieren! Z.B. mit Wasserfarben, Schmucksteinen oder Buntstiften.
  • ACHTUNG: Wie auch schon bei den Schnecke gilt hier: Teig nicht essen!

 

Viel Spaß beim Nachmachen!


Impuls vom 22.04.20

Der Tag der Erde

Gott hat den Menschen Pflanzen und Tiere anvertraut. Wir müssen uns ganz besonders darum kümmern. Heute, am 22. April ist der weltweite Earth Day, der Tag der Erde: Ein Tag, an dem wir alle daran erinnert werden und an dem wir unsere Erde feiern. Auch ihr könnt zu Hause mitfeiern: Zeigt, wie besonders die Erde für euch ist! Vielleicht schenkt ihr heute einer Pflanze neues Leben?

Zum Beispiel könnt ihr in eurem Garten oder auf eurem Balkon neue Pflanzen in die Erde setzen. Oder ihr lasst neues Leben aus kleinen Samen keimen. Danach ist das Kümmern aber nicht vorbei: Ihr müsst euch jetzt täglich darum kümmern, damit die Pflanze wächst und gedeiht.

Sie muss vor Wind und Sturm geschützt werden und vor Sonnenbrand, trotzdem braucht sie Licht und frische Luft. Außerdem braucht sie Nahrung: Nährstoffe aus der Erde und Wasser, das ihr gießt. Dabei darf die Pflanze oder der Samen nicht ertrinken, also auch nicht zu viel gießen. Puh, das ist ganz schön viel, an das man denken muss, wenn man sich um eine Pflanze kümmern möchte. Man muss sich richtig viel Mühe geben.

Stellt euch mal vor, ihr seid eine kleine Pflanze: Was oder vielleicht auch wen braucht ihr, um zu wachen? Malt das doch einfach mal als Bild!


Impuls vom 19.04.20

Der Weiße Sonntag und das Brot

 

Der Weiße Sonntag ist in vielen Pfarreien nach wie vor der Sonntag, an dem Kinder im Grundschulalter zum ersten Mal die Kommunion empfangen.

Die Bezeichnung Weißer Sonntag leitet sich vom Taufritus in der frühen Kirche her. Die in der Osternacht getauften meist erwachsenen Taufbewerber (man nennt sie Katechumenen) erhielten ein weißes Gewand. Gleichzeitig empfingen sie zum ersten Mal die Eucharistie.

Das weiße Gewand sollte die Reinigung durch das Taufwasser versinnbildlichen und ein Zeichen für den in Christus neu geborenen Menschen sein.

Der erste Sonntag nach Ostern, der seit dem 7. Jahrhundert als Weißer Sonntag (Dominica in albis) überliefert ist, bildet den Abschluss der Osteroktav, also der acht Tage nach dem Osterfest.

Bei der Kommunion wird ein Stück Brot, der Leib Christi, verteilt, da fragt man sich doch: „Wenn man in die Hostie hineinbeißt, beißt man dann nicht in Jesus rein?“ Nein tut man. Der Priester sagt, das ist der Leib Christi. Damit ist aber nicht der Körper gemeint, sondern die gesamte Person. Das ist Jesus, so wie er war, mit seiner Botschaft und seiner Liebe zu uns und mit seiner Zusage, dass er über seinen Tod hinaus bei Gott leben wird. Das Brot will uns also sagen: Jesus ist mitten unter uns!

Um das auch zu Hause zu feiern, backt doch einfach selbst mal ein Brot und erinnert euch beim Essen daran, dass Jesus immer bei euch ist!

Hier findet ihr das Rezept zu österlichen Knabber-Brötchen, die ihr auf dem Bild oben sehr. Sie schmecken sehr gut zur Kresse aus dem Ostergarten ;-)


Impuls vom 15.04.20

Auf dem Weg nach Emmaus

An Ostern nicht wegzudenken: Der Osterspaziergang. Ihr habt bestimmt auch schon einen gemacht. Aber warum gibt es diesen Osterspaziergang?

Die Frauen sind zu Fuß zum Grab von Jesus gegangen, um ihn mit wohlriechenden Salben einzureiben, sie machen also einen Spaziergang. Auch in einer weiteren Geschichte aus dem Lukasevangelium ist von einem besonderen Spaziergang die Rede: Der Gang nach Emmaus. Der auferstandene Jesus begegnet zweien seiner Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Er schließt sich ihnen an und redet mit ihnen über die letzten Tage. Die beiden Jünger erkennen ihn nicht. Erst am Abend, als sie zusammen am Tisch sitzen, Jesus das Brot bricht, es segnet und ihnen reicht, erkennen sie ihn. In der Bibel heißt es: „Da wurden ihnen die Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken.“ Auf dem Weg, waren die Jünger so von ihren Sorgen und von Verzweiflung erfüllt, dass sie nicht richtig gesehen haben. Erst durch das gemeinsame Mahl erkennen sie Jesus. Danach glauben die Jünger daran, dass Jesus auferstanden ist und sie schöpfen Hoffnung. Erst jetzt, durch die Auferstehung, wird sein Tod zu etwas Besonderem.

Macht euch doch selbst einfach mal auf den Weg nach Emmaus (oder eine Runde um den Block oder in den Wald). Versucht auf eurem Weg ganz wachsam zu sein:

  • Was seht ihr alles?
  • Wie riecht die Luft?
  • Fliegen Schmetterlinge oder Fliegen in der Luft?
  • Hört ihr die Vögel zwitschern?
  • Welche Bäume blühen, welche vielleicht noch nicht?
  • Wer geht mit euch? Auch wenn es eure Familie ist, schaut euch einmal gegenseitig genau an. Wie geht es den anderen?
  • Wie fühlt sich der Boden unter euren Füßen an?
  • Was schwirrt euch gerade alles um Kopf herum?
  • Versucht einmal ganz auf dem Weg zu sein, nicht nur an das Ziel oder an das zu denken, was hinter euch liegt.

Wenn ihr gut aufpasst, merkt ihr vielleicht, dass Jesus auf dem Weg bei euch ist!